Die 72-Stunden-Aktion in der Erzdiözese Freiburg
534 Gruppen haben es geschafft!
"Wir können alles schaffen, uns unvergessens machen, 100.000 und wir", sang die Band Crash Casino im offiziellen 72-Stunden-Song. Mit recht. 100.000 Kinder und Jugendliche haben vom 7. bis 10. Mai 2009 wirklich unglaubliches geschafft. Sie haben dort angepackt, wo es nötig war, sind mit Menschen in Kontakt gekommen, die sonst am Rand leben - oder sogar hinter Gefängnismauern. Und: Sie haben gezeigt, dass Engagement Spaß macht.
Allein in der Erzdiözese Freiburg waren 534 Gruppen mit rund 15.000 engagierten Kindern und Jugendlichen aus Verbands- oder Ministrantengruppen, aus Schulklassen, Vereinen oder Gemeinden aktiv. Sie haben viel bewegt und erlebt - und Menschen begeistert.

Zahlen und Fakten zur Aktion in der Erzdiözese Freiburg:
Gruppen: 534
Teilnehmer: 14.768
Koordinierungskreise: 27
Größte Aktionsgruppe: KjG und Minis aus Pfaffenweiler mit 120 Kindern und Jugendlichen
Kleinste Aktionsgruppe: Minis aus Singen mit 6 Engagierten
Aktionsradio: SWR3 berichtete als Aktionsradio live von den Projekten der 72-Stunden-Aktion. Sieben Reporter waren im gesamten Sendegebiet unterwegs. Sie produzierten 80 Beiträge. Darüberhinaus gab es Telefoninterviews, Musikwünsche, Hilferufe und Mails ins Studio.
Die 72-Stunden-Aktion 2009 in der Erzdiözese Freiburg wurde organisiert von:
Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und den katholischen Jugendbüros
Okenstr. 15 I 79108 Freiburg I Telefon: 0761/ 5144-188
E-Mail: freiburg@72stunden.de I Web:www.bdkj-freiburg.de
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Ein Projekt von 534

Landjugendliche und Häftlinge aus der JVA packen gemeinsam an
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„Emre, kannst du uns hier bei der Mauer helfen?“ Klar kann er. Der Maurerlehrling ist beim Projekt der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Wagenschwend-Balsbach mit dabei. Er gibt Tipps, packt an und opfert gemeinsam mit den anderen Jugendlichen seine Freizeit. Obwohl: „Frei“zeit ist in seinem Fall nicht das richtige Wort. Denn Emre ist Insasse der Justizvollzugsanstalt Adelsheim. |
| In Adelsheim sitzen Jugendliche, über die Zeitungen und Fernsehen gerne berichten. In den Akten wimmelt es von Drogen, Raub und schweren Körperverletzungen. Und mit diesen gefährlichen Jugendlichen sollen Ina, Jonathan und die anderen 60 Freiwilligen der KLJB auf einem Sportgelände einen Beachvolleyballplatz, eine Grillhütte und noch einige andere Sachen bauen. Ob das wirklich eine gute Idee ist? | |
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| Beim Projektstart ist es anfangs noch komisch. „Beim Abendessen hat man schon noch deutlich gemerkt, wer aus Adelsheim kommt“, erinnert sich Ina. Als die Arbeit dann aber losgeht, ändert sich das schnell. Die Frage lautet nicht mehr Häftling oder Nicht-Häftling sondern Handwerker oder Nicht-Handwerker. Und da haben die Jungs aus der JVA mit ihren schon fast abgeschlossenen Ausbildungen einen großen Vorteil. „Wenn man so ein Mammutprojekt wie wir umsetzen muss, dann ist es einfach super, wenn man Leute im Team hat, die Landschaftsgärtner oder Maurer lernen.“ erzählt Jonathan. Was die Jugendlichen aus Adelsheim von ihrem Einsatz haben, erklärt Cihan: „Ich habe hier eine andere Kultur kennen gelernt, eine andere Art der Gesellschaft, und ich habe gemerkt, dass wir zusammen sehr gut arbeiten können, und das hat mir sehr viel Spaß gemacht.“ Und damit soll nach der 72-Stunden-Aktion nicht Schluss sein, ergänzt Ina: „Die Jungs, die bei unserem Projekt dabei waren, kommen alle bis Ende August frei. Darum haben wir sie schon zu unserem Sommerfest eingeladen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.“ |
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Kirchliche Jugend- und Jugendverbandsarbeit beschränkt sich nicht auf eine 72-Stunden-Aktion. Aktuelle Infos zur Arbeit des BDKJ und der katholischen Jugendbüros in der Erzdiözese Freiburg gibt es unter www.kja-freiburg.de |
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