Projekt F8
Neuer Wasserweg in Aarbergen
Aktionsgruppe renaturiert einen Dorfbach
Die 72stunden Aktion in Aarbergen-Kettenbach hat Spuren hinterlassen. Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion wurde der Lauf des Dorfbachs neu angelegt und verschönert. Mehr als 50 Kinder und Jugendlichen der DPSG Stamm Paloma und zahlreiche Helferinnen und Helfer aus dem Ort, legten Hand an und schufen ein neues Bachbett auf einer Länge von 200 Metern. Darüber hinaus wurde die Außenflächen von Müll und Bauschutt befreit, 300 Tonnen Erde bewegt und mehr als 16 Tonnen Pflastersteine verlegt.

Der Stamm Aarbergen mit einem Großteil der vielen Helferinnen und Helfer.
Mit dieser gewaltigen Aufgabe war die Gruppe aber nicht allein. Bereits im Vorfeld hatte die Gemeindevertretung Aarbergen sämtliche Weichen gestellt und den Weg für dieses ungewöhnliche Projekt frei gemacht. Da für die Gruppe das Projekt bis zum Aktionsstart geheim war, ahnten sie trotz dieser Aktivitäten im Vorfeld nichts von ihrem Auftrag. Während des Aktionszeitraums standen die Mitarbeiter des Bauhofes und der Verwaltung den Jugendlichen unterstützend zur Seite. Auch der Aarberger Bürgermeister Udo Scheliga griff zur Schaufel und packte kräftig mit an. Mit Hilfe eines Aufrufes über das Aktionsradio HR3 gelang es einen Bagger, 11 Tonen Pflastersteine und 10 Kubikmeter Beton zu organisieren. Dem Sender war diese tolle Aktion sogar einen eigene Bericht wert. So begleitete ein Reporter die Gruppe in den finalen Stunden ihres Projekts. Auch RTL Hessen berichtete in seinen regionalen Abendnachrichten über das Bachprojekt. Große Aufmerksamkeit erhielten die Jugendlichen schließlich auch von der regionalen Presse.

Unterwegs mit dem eigens organisierten Kettendumper.
Die Mühen und der Einsatz der jungen Leute haben sich gelohnt:
Passend zum Aktionsende konnte die Schleuse für den angelegten Bachlauf geöffnet werden und begleitet von Jubel der Jugendlichen suchte sich das Wasser seinen neuen Weg. An dem Bachlauf wird noch ein kleiner Park entstehen, der mit seltenen Obstbäumen bepflanzt werden soll.

Auf einer Länge von 200m leget die Gruppe ein neues Bachbett an.
Die 72-Stunden-Aktion im Bistum Limburg
Mehr als 2.500 Jugendliche hatten während der 72-Stunden-Aktion vom 07.-10.05.2009 im Bistum Limburg in mehr als 180.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden rund 100 Projekte umgesetzt.
Die rund 100 Gruppen haben im Bistum Limburg etwas bewegt: 30Lkw, zehn Bagger, 100 Kubikmeter Rindenmulch, 60 Tonnen Pflastersteine, 800 Liter Farbe, 70 Kubikmeter Beton, 80 Tonnen Schotter, 90 Tonnen San und vieles mehr. Aber nicht nur Material ist von den Jugendlichen bewegt worden, sondern auch Menschen. Einige Aktionsgruppen organisierten Familien- und Gauklerfest, luden zum Angrillen, kulinarischen Fest nach Nationen oder zu einer Zirkusvorstellung ein. Projekte, die viele Menschen zusammen brachten. Ein besonders Projekt realisierten Nachwuchsbibliothekare der Fachstelle für Büchereiarbeit, die ein Hörspiel für Hörspiel für Kinder produzierten, dass zukünftig in Krankenhäusern zum Hören ausliegt.

