Die 72-Stunden-Aktion im Saarland

115 Gruppen haben es geschafft!

"Wir können alles schaffen, uns unvergessen machen, 100.000 und wir", sang die Band Crash Casino im offiziellen 72-Stunden-Song. Mit recht. 100.000 Kinder und Jugendliche haben vom 7. bis 10. Mai 2009 wirklich unglaubliches geschafft. Sie haben dort angepackt, wo es nötig war, sind mit Menschen in Kontakt gekommen, die sonst am Rand leben - oder sogar hinter Gefängnismauern. Und: Sie haben gezeigt, dass Engagement Spaß macht.

Rund 115 Gruppen aus dem Saarland haben in den Bistümern Speyer und Trier mit rund 2.500 engagierten Kindern und Jugendlichen aus kath. Jugendverbänden oder Ministrantengruppen viel bewegt und erlebt - und Menschen begeistert.

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Zahlen und Fakten zur Aktion im Saarland:

Gruppen: 115

Teilnehmer: 2.500

Koordinierungskreise: 8

Aktionsradio: SR1 (untersützt von UnserDing und SR3) berichtete als Aktionsradio live von den Projekten der 72-Stunden-Aktion. Mehrere Teams des SR waren im gesamten Sendegebiet unterwegs und füllten mehr als 100 Sendeplätze. Es gab Live-Beiträge, Telefoninterviews, Musikwünsche, Hilferufe und Mails ins Studio.

 

Die 72-Stunden-Aktion 2009 im Saarland wurde organisiert von:

BDKJ Landesstelle

Ursulinenstraße 67 I 66111 Saarbrücken I Telefon: 0681/ 90 68 151
E-Mail: landesstelle-saar@bdkj-trier.de

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Ein Projekt von 115

Muslime und Christen engagieren sich

Jugendliche aus der katholischen Christkönig-Gemeinde und der islamischen Ditib-Gemeinde in Saarbrücken stellten in 72 Stunden ein interkulturelles Geschichtsprojekt auf die Beine.
bilden - die Gruppe beschäftigt sich mit der Geschichte der Gedenkstätte.

bilden - die Gruppe beschäftigt sich mit der Geschichte der Gedenkstätte.

 

 
Für die 16 bis 24 Jahre alten Jugendlichen stand die Frage im Mittelpunkt, welche Bedeutung Nationalsozialismus und Holocaust heute für junge Deutsche und junge Migrantinnen und Migranten haben. „Ist eine überwiegend ethnisch-national definierte deutsche Erinnerungsgemeinschaft überhaupt in der Lage, sich zu erweitern? Kann man andererseits von Einwanderern erwarten, dass sie das ‚negative Erbe' des Aufnahmelandes antreten?" Es waren hoch politische und sehr persönliche Fragen, mit denen sich die jungen änner und Frauen 72 Stunden lang in der Theorie und im praktischen Tun auseinander setzten. Für das Projekt hatte sich der Koordinierungskreis einen geschichtsträchtigen Ort ausgesucht: Die Gedenkstätte Neue Bremm in Saarbrücken erinnert an die Opfer eines Häftlingslagers der Nazizeit, das dort 1943 bis 1944 von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) betrieben wurde.

 

 

erinnern – das neue Wissen um die Gedenkstätte wird an andere Jugendliche weitergegeben.

erinnern – das neue Wissen um die Gedenkstätte wird an andere Jugendliche weitergegeben.

Ziel war es, sich so über die Gedenkstätte zu informieren, dass die Jugendlichen selbst in der Lage waren, anderen Jugendlichen die Geschichte des Lagers und seine Bedeutung für heute zu erklären. Dazu gab es einen „Crashkurs" in Geschichte und eine Begegnung mit Zeitzeugen. Die Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Opfer führte den Jugendlichen vor Augen, wie menschenverachtend und brutal die Nationalsozialisten mit den Häftlingen umgingen.

 

buddeln – die Fundamente der ehemaligen Häftlingsbaracken werden freigelegt

buddeln – neue "Stolpersteine" an den Stellen der Fundamente der Häftlingsbaracken

 

Beim Zusammenleben während der 72 Stunden auf dem Gedenkstätten-Gelände wurde der interkulturelle Charakter des Projekts deutlich: So folgte der Essensplan islamischen Essgewohnheiten und die islamischen Jugendlichen luden die katholischen Jugendlichen zum Freitagsgebet in ihre Moschee ein. Im Gegenzug nahmen die muslimischen Jugendlichen am christlichen Abschlussgottesdienst teil. Ganz neue Erfahrungen - für Muslime, wie für Christen.

 

 

 

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Kirchliche Jugend- und Jugendverbandsarbeit beschränkt sich nicht auf eine 72-Stunden-Aktion. Aktuelle Infos zur Arbeit des BDKJ gibt es unter http://www.bdkj-trier.de  und http://www.bdkj-speyer.de