Die 72-Stunden-Aktion im Bistum Trier
256 Gruppen haben es geschafft!
"Wir können alles schaffen, uns unvergessen machen, 100.000 und wir", sang die Band Crash Casino im offiziellen 72-Stunden-Song. Mit recht. 100.000 Kinder und Jugendliche haben vom 7. bis 10. Mai 2009 wirklich unglaubliches geschafft. Sie haben dort angepackt, wo es nötig war, sind mit Menschen in Kontakt gekommen, die sonst am Rand leben - oder sogar hinter Gefängnismauern. Und: Sie haben gezeigt, dass Engagement Spaß macht.
Rund 260 Gruppen aus dem Bistum Trier haben in Rheinland-Pfanz, dem Saarland und Weltweit mit rund 6.000 engagierten Kindern und Jugendlichen aus kath. Jugendverbänden oder Ministrantengruppen viel bewegt und erlebt - und Menschen begeistert.

Zahlen und Fakten zur Aktion im Bistum Trier:
Gruppen: 256
Teilnehmer: 5.990
Koordinierungskreise: 17
Größte Aktionsgruppe: Messdiener und Jugendliche der Pfarreiengemeinschaft Greimerath-Hentern-Zerf mit 120 Engagierten
Kleinste Aktionsgruppe: Rover-Gruppe der DPSG Klarenthal mit 5 Engagierten
Aktionsradio: SWR3 und SR1 berichteten als Aktionsradio live von den Projekten der 72-Stunden-Aktion. Sieben Reporter des SWR und 2 Teams des SR waren im gesamten Sendegebiet unterwegs. Sie produzierten 150 Beiträge. Darüberhinaus gab es Telefoninterviews, Musikwünsche, Hilferufe und Mails ins Studio.
Die 72-Stunden-Aktion 2009 im Bistum Trier wurde organisiert von:
Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und den Fachstellen für Kinder- und Jugendpastoral
Weberbach 70 I 54290 Trier I Telefon: 0651/ 9771 100
E-Mail: trier@72stunden.de I Web: http://www.bdkj-trier.de/
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Ein Projekt von 256
Muslime und Christen engagieren sich
Jugendliche aus der katholischen Christkönig-Gemeinde und der islamischen Ditib-Gemeinde in Saarbrücken stellten in 72 Stunden ein interkulturelles Geschichtsprojekt auf die Beine.![]() bilden - die Gruppe beschäftigt sich mit der Geschichte der Gedenkstätte.
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| Für die 16 bis 24 Jahre alten Jugendlichen stand die Frage im Mittelpunkt, welche Bedeutung Nationalsozialismus und Holocaust heute für junge Deutsche und junge Migrantinnen und Migranten haben. „Ist eine überwiegend ethnisch-national definierte deutsche Erinnerungsgemeinschaft überhaupt in der Lage, sich zu erweitern? Kann man andererseits von Einwanderern erwarten, dass sie das ‚negative Erbe' des Aufnahmelandes antreten?" Es waren hoch politische und sehr persönliche Fragen, mit denen sich die jungen änner und Frauen 72 Stunden lang in der Theorie und im praktischen Tun auseinander setzten. Für das Projekt hatte sich der Koordinierungskreis einen geschichtsträchtigen Ort ausgesucht: Die Gedenkstätte Neue Bremm in Saarbrücken erinnert an die Opfer eines Häftlingslagers der Nazizeit, das dort 1943 bis 1944 von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) betrieben wurde. | |
![]() erinnern – das neue Wissen um die Gedenkstätte wird an andere Jugendliche weitergegeben. |
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| Ziel war es, sich so über die Gedenkstätte zu informieren, dass die Jugendlichen selbst in der Lage waren, anderen Jugendlichen die Geschichte des Lagers und seine Bedeutung für heute zu erklären. Dazu gab es einen „Crashkurs" in Geschichte und eine Begegnung mit Zeitzeugen. Die Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Opfer führte den Jugendlichen vor Augen, wie menschenverachtend und brutal die Nationalsozialisten mit den Häftlingen umgingen.
![]() buddeln – neue "Stolpersteine" an den Stellen der Fundamente der Häftlingsbaracken
Beim Zusammenleben während der 72 Stunden auf dem Gedenkstätten-Gelände wurde der interkulturelle Charakter des Projekts deutlich: So folgte der Essensplan islamischen Essgewohnheiten und die islamischen Jugendlichen luden die katholischen Jugendlichen zum Freitagsgebet in ihre Moschee ein. Im Gegenzug nahmen die muslimischen Jugendlichen am christlichen Abschlussgottesdienst teil. Ganz neue Erfahrungen - für Muslime, wie für Christen.
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Kirchliche Jugend- und Jugendverbandsarbeit beschränkt sich nicht auf eine 72-Stunden-Aktion. Aktuelle Infos zur Arbeit des BDKJ im Bistum Trier gibt es unter http://www.kja-freiburg.de |
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