72h Stunden

Aktuelles

14.6.2013

Hochwasserhelfer 72 Stunden im Einsatz

Aufgrund der schlimmen Hochwasserschäden in vielen Teilen des Landes haben 72-Stunden-Aktionsgruppen ihre ursprünglichen Projekte verworfen, um den Menschen vor Ort zu helfen. Vor allem in Magdeburg, Halle und Dessau, Lutherstadt-Wittenberg, Torgau und Passau sind freiwillige Helferinnen und Helfer aus allen Teilen Deutschlands angereist, um im Namen der 72-Stunden-Aktion mit anzupacken.

 Über 50 Gruppen, mehr als 600 Jugendliche, sind derzeit im Einsatz für Flutopfer. Heute begleiteten der Magdeburger Bischof Gerhard Feige, die BDKJ Bundesvorsitzende Lisi Maier, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff und der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken Monsignore Georg Austen Helferinnen und Helfer in Magdeburg bei ihrer Arbeit. Beeindruckt von deren Einsatzbereitschaft, lobte Bischof Feige die "hervorragende Zusammenarbeit der professionellen und ehrenamtlichen Kräfte". Lisi Maier bezeichnete die Aktion als "gesellschaftliches Signal dafür, was wir aus unserem Glauben heraus tun können". Die Hilfe in den Hochwassergebieten sei "gelebte Solidarität". Monsignore Austen versicherte den Jugendlichen: "Ihr leistet Hilfe, die ankommt." 

Der BDKJ Magdeburg hatte vor Aktionsstart öffentlich dazu aufgerufen, sich während der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) an den Aufräumarbeiten zu beteiligen. Aber auch Spenden müssen gesammelt, Grünanlagen und Spielplätze neu angelegt und Kinder betreut werden. Einen Schwerpunkt bilden Einsätze in sozialen Einrichtungen wie Schulen oder Kitas, Pfarrhäusern und Vereinsheimen. In Halle helfen Pfadfinder/-innen bei Aufräumarbeiten im Peißnitzhaus, das völlig im Wasser stand.

 Die Aktionsgruppe der KLJB Dittelsheim-Heßloch und Helfer der KLJB Köln sind nach Magdeburg gereist, um dort Schäden der Flut zu beseitigen. Heute Morgen hieß es für die Jugendlichen vor allem koordinieren: Zahlreiche Helferinnen und Helfer vor Ort wollten die angereisten Jugendlichen unterstützen. Zusammen galt es, Sandsäcke abzutransportieren. Eine anstrengende Arbeit, denn Sandsäcke gibt es in Magdeburg derzeit viele. 

Die 72-Stunden-Aktionsgruppe aus Höfingen war ebenfalls in Magdeburg vor Ort, hat überflüssig gewordene Sandsäcke aus dem Weg geräumt und den aus den Säcken entleerten Sand mühsam abtransportiert. In der vom Hochwasser betroffenen KITA Storchennest werden die Aufräumarbeiten noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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 Julia Meyer, mit Material von KNA