72h Stunden

Aktuelles

14.6.2013

Öko und fair – 72-Stunden-Projekte für eine bessere Welt

Während der 72-Stunden-Aktion steht das Thema Nachhaltigkeit im Fokus vieler Gruppen. Sei es die Müllproblematik oder der richtige Umgang mit Altkleidern – mit Fantasie und dem nötigen Durchhaltevermögen kämpfen Aktionsgruppen im ganzen Land für eine bessere, sauberere und schönere Welt.

 Internationale Solidarität

Die Firmgruppe St. Maria Königin/Bleckede führt zeitgleich mit Jugendlichen aus ihrer bolivianischen Partnergemeinde Titicachi eine Aktion zum globalen Thema Hunger durch und setzt sich mit Lebensmittelverschwendung auseinander. Die Aktionsgruppe kocht gemeinsam mit afghanischen Jugendlichen aus der Notunterkunft ihres Ortes und verwendet dabei nicht mehr ganz frische oder attraktive Lebensmittel, die sie aus Supermärkten und vom Markt bekommen und so vor der Vernichtung retten. Zum Abschluss gibt es ein deutsch-bolivianisch-afghanisches Überraschungsbuffet für die Gemeinde nach der Sonntagsmesse. Die Jugendlichen in der Partnergemeinde in Bolivien setzen sich mit dem für sie und ihre Familien überlebenswichtigen Problem des Umgangs mit Wasser und der nachhaltigen Bepflanzung ihrer kargen Familienäcker auseinander. In 72 Stunden wollen sie Baumsetzlinge pflegen und Bäume pflanzen. Beide Gruppen werden während der Aktion telefonisch Kontakt halten.  Die KSJ Bendorf und die Dekanatsjugend Koblenz organisieren gemeinsam einen Gebrauchtkleidermarkt, dessen Erlös sie nach Bolivien spenden möchten.

Kampf dem Müll
In Dieburg-Erbach (Diözese Mainz) haben Jugendliche ein Repaircafe eröffnet. Dort betreiben sie Upcycling – sie bauen also Dinge, die eigentlich nur noch für den Mülleimer taugen, um oder reparieren sie und machen sie für einen neuen Zweck nutzbar. Auch in Herten schafft die Ministrantengruppe „Neues aus Müll“ und die 72-Stunden-Gruppe Leutkirch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart baut in verschiedenen Stadtvierteln Skulpturen aus Müll. Der Kinder- und Jugendtreff Space aus Aachen-Walheim wird, gesichert durch Klettergurte, in die Walheimer Kalköfen hinabsteigen um diese von Müll zu befreien. Keine leichte Aufgabe: Dort geht es über 10 Meter in die Tiefe.

Fair schmeckt es am besten
Die Jugendgruppe Berndorf bei Düsseldorf hat den Auftrag, ein Dorffest mit regionalen Produkten zu organisieren. In St.-Nikolaus-Münster  organisieren Jugendgruppen, Pfadfinder und Messdiener/-innen der Gemeinde gemeinsam eine faire Kaffetafel. Bei beiden Aktionen geht es nicht nur um Spaß und leibliches Wohl – die Teilnehmer/-innen sollen sich aktiv mit den Themen Fairer Handel, Regionalität und Kritischer Konsum  auseinandersetzen.

Julia Meyer