72h Stunden

Aktuelles

16.6.2013

Unterbrechung!

Am heutigen Sonntagmorgen besinnen wir uns für einen Moment auf den Grund, warum wir 72 Stunden lang die Welt ein Stück besser machen. „Uns schickt der Himmel“ und genau deshalb werden wir aus unserem Glauben heraus aktiv. Wir setzen unseren Glauben in die Tat um! Jesus hat uns sein Beispiel dafür gegeben und uns die Nächstenliebe eingeschärft, darum handeln wir konkret, hier und jetzt! Wir helfen einer Familie ihr gerade abgebranntes Haus wieder aufzubauen, wir helfen bei Aufräumarbeiten in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten, wir richten ein Fest für Obdachlose aus, wir gestalten heruntergekommene Orte in unseren Städten neu und noch vieles vieles mehr.

Weil die Nächstenliebe von der Gottesliebe genährt wird, nehmen wir uns heute Morgen, am Tag des Herrn, Zeit, um uns neue Kraft aus unserem Glauben zu holen. Wir glauben, dass Gott uns wirklich nährt: durch seine Gegenwart im gebrochenen und geteilten Brot. Wir bringen mit, was uns beschäftigt und was wir geschafft haben, und auch das, was noch nicht gelungen ist. Wir bringen dies alles als unsere Gaben mit zum Gottesdienst, wir sagen Dank – denn das heißt „Eucharistie feiern“ ja: Dank sagen – und feiern die Gegenwart Gottes in unserem Tun und in unserer Welt. So unterbrechen wir unser Tun und docken uns gemeinsam an die Kraftquelle an, die uns trägt.

Was wir jeden Sonntag im Gottesdienst feiern, ist ebenfalls in 72 Stunden passiert: Jesus hat zusammen mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl gefeiert, hat die Passion durchlitten, ist gestorben und am dritten Tage wieder auferstanden. Wenn das nicht ein toller Grund ist, heute am Sonntag – und gleichzeitig am letzten Aktionstag – das innerste Geheimnis unseres Glaubens zu feiern!

Feiern und Tun sind die beiden Seiten unseres Glaubens, und wir glauben, dass Gott uns in beidem nahe ist. So gehen wir nach der Unterbrechung noch an den Endspurt im Einsatz für das Gute, um die Welt ein bisschen besser zu machen: Uns schickt der Himmel!