72h Stunden

Die Ziele der 72-Stunden-Aktion

72 Stunden – Handeln aus dem christlichen Glauben heraus

Für Christinnen und Christen gehören Gottes- und Nächstenliebe untrennbar zusammen. Bei Jesu Handeln ging es immer um konkrete Menschen. In Gemeinschaft mit seinen Jüngerinnen und Jüngern war er unterwegs zu denen, die ihn brauchten, zu denen, die isoliert und von der Gesellschaft ausgegrenzt waren. Dieser Geist Jesu inspiriert und befähigt uns auch heute, so wie er zu handeln. Die 72-Stunden-Aktion fordert Kinder und Jugendliche heraus, dem Beispiel Jesu zu folgen. Zusammen wird es gelingen, Projekte für Menschen am Rand der Gesellschaft zu verwirklichen, Solidarität zu leben und dem Allgemeinwohl zu dienen. Dadurch wird unser Glaube konkret, denn „Was nützt es, wenn einer sagt, er habe den Glauben, aber es fehlen die Werke?“ (Jakobus 2,14). Durch ihre Teilnahme an der Aktion geben Kinder und Jugendliche ein sichtbares Zeichen ihres Glaubens.

72 Stunden – Spaß und Sinn verbinden

Katholische Jugend(verbands)arbeit verbindet in ihren Aktivitäten Sinnhaftigkeit und Erlebnischarakter. Mit der 72-Stunden-Aktion zeigen die katholischen jungen Menschen einer breiten Öffentlichkeit, dass sie sich für andere einsetzen und dabei Freude haben.

72 Stunden – Gesellschaft gestalten

Durch die 72-Stunden-Aktion zeigen wir, was Solidarität bewirkt und wie scheinbar Unmögliches durch Kreativität und Know-how aller Beteiligten dennoch gelingt. Mit der 72-Stunden-Aktion zeigen Kinder und Jugendliche, dass sich auch in Zeiten der allgemeinen Resignation und Individualisierung Gesellschaft gestalten lässt. Auch während der 72-Stunden-Aktion engagieren sich junge Menschen mit kinder- und jugendrelevanten Themen. Inhaltliche Impulse schaffen insbesondere Anreize zur Auseinandersetzung mit sozialen, ökologischen, interkulturellen und politischen Themen. Denn finanzielle Kürzungen, Sparmaßnahmen im staatlichen wie kirchlichen Bereich und - damit verbunden – der Blick nur auf sich und nicht mehr auf die Menschen um einen herum, gehören heute zur gesellschaftlichen Grunderfahrung von Kindern und Jugendlichen (beispielsweise die Kürzungen von kommunalen Zuschüssen für die verbandliche Jugendarbeit, die Schließung von Jugendtreffs oder sozialen Einrichtungen).

72 Stunden – Menschen ins Rampenlicht bringen

Soziales, ehrenamtliches Engagement ist Alltag in der kirchlichen Jugend(verbands)arbeit. Die regelmäßig stattfindenden Gruppenstunden, offenen Treffs oder Ferienlager leben vom ehrenamtlichen Engagement junger Menschen. Mit der 72-Stunden-Aktion wird dieses Engagement von Kindern und Jugendlichen ins Licht der Öffentlichkeit gebracht. Durch eine große Berichterstattung in den Medien werden die Aktionsgruppen – und damit die katholische Jugend(verbands)arbeit – beachtet und mit ihrer Arbeit gesellschaftlich anerkannt und wertgeschätzt. Doch nicht nur die Aktiven bringt die 72-Stunden-Aktion ins Rampenlicht. Durch die Projekte werden auch Schicksale von gesellschaftlich benachteiligten Menschen öffentlich.

72 Stunden – ein Lernfeld außerhalb der Schule

Lernen findet zu einem großen Teil außerhalb von Schule statt. Die 72-Stunden-Aktion fordert Kinder und Jugendliche heraus, sich mit ihren Talenten einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und im Handeln neue Fähigkeiten zu erwerben. Die Sozialaktion fördert soziales Lernen. Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit und Kreativität werden gefordert und gefördert.

72 Stunden – Verbindlichkeit auf Zeit

Kirchliche Jugend(verbands)arbeit ist verbindlich. Junge Menschen engagieren sich langfristig in der Jugend(verbands)arbeit. Ohne dieses dauerhafte Engagement wäre die Vorbereitung und Durchführung der 72-Stunden-Aktion nicht möglich. Auch für die Aktionstage gilt: Soziale Projekte sind nur realisierbar, wenn alle mit anpacken und verlässlich dabei sind. Durch die zeitliche und thematische Begrenzung der Aktion können sich auch Kinder und Jugendlichen sozial engagieren, die sonst nicht bereit sind, über einen längeren Zeitraum in der kirchlichen Jugendarbeit mitzumachen.

72 Stunden - Kontakte knüpfen

Die 72-Stunden-Aktion fördert die Kooperation vor Ort. Menschen aus Kommunen, Kirchen, Politik, Vereinen oder Handwerksbetrieben arbeiten mit der katholischen Jugendverbandsarbeit zusammen an einem gemeinsamen Projekt. Nur gemeinsam wird die Umsetzung gelingen. Mit der 72-Stunden-Aktion wird Vernetzung konkret.

72 Stunden – beispielhaft für die katholische Jugendverbandsarbeit

Christlicher Glaube, Selbstorganisation, Partizipation, Freiwilligkeit, Ehrenamtlichkeit, Demokratie - diese Grundprinzipien prägen die katholische Jugendverbandsarbeit. Die 72-Stunden-Aktion vermittelt die Grundprinzipien einer breiten (inner- wie außerkirchlichen) Öffentlichkeit.

72 Stunden – das Image der katholischen Kirche in Deutschland aufpolieren

„In 72 Stunden die Welt ein bisschen besser machen“ heißt auch, in 72 Stunden die Kirche zu verändern und den Blick der Gesellschaft auf sie entscheidend zu verbessern. Die katholische Jugend(verbands)arbeit leistet mit der 72-Stunden-Aktion einmal mehr einen Beitrag zur Verbesserung des Image der katholischen Kirche in der Gesellschaft.