CAJ Siersburg

Projektbeschreibung

Weg zu Nachhaltigkeit, ökologischer Vielfalt und Artenerhalt

Aus der Erfahrung, dass einige der vergangenen Projekte nicht ihrer angedachten Funktion und Nutzung zugeführt wurden, wollen wir uns bei der diesjährigen 72h-Aktion dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung und Erweiterung mit ökologischer Vielfalt und Artenschutz widmen.

Die Siersburg ist Wahrzeichen nicht nur unseres Dorfes, sondern unserer ganzen Gemeinde, welcher Ort wäre also besser geeignet, um auf ein so brisantes Thema aufmerksam zu machen?

Bei der 72h-Aktion 2004 wurde der historische Burgweg mit traditionellen Mitteln rekonstruiert, der seitdem täglich zahlreiche Besucher, Spaziergänger, Wanderer und Touristen zur Siersburg führt. Damals stand die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Denkmals, des Weges und der Arbeitsweise zu Zeiten der Entstehung ebendieser inhaltlich im Zentrum der Aktion.

Dieses Mal wollen wir uns aber mit der Natur „am Wegesrand“ beschäftigen.

Um unserem Wunsch nach Nachhaltigkeit sowie der Wahrung sowohl der Schöpfung als auch der Arbeit unserer Vorgänger 2004 nachzukommen, wollen wir den mittlerweile sehr in die Jahre gekommenen Weg einer gründlichen Überarbeitung und Instandsetzung unterziehen. Verwildert, von Hecken eingeengt, von Gras und Moos überwachsen und vom Regen ausgewaschen, war der Weg zuletzt nur noch mit Vorsicht zu begehen und für Kinder und Senioren unpassierbar, die dann den weitern und unter Umständen von Autos und landwirtschaftlichen Maschinen befahrenen Umgehungsweg nehmen mussten. Hier wollen wir Abhilfe schaffen und den schönen, historischen Weg wieder so herrichten, dass er wieder von allen genutzt werden kann.

Um den vielen Wanderern und Besuchern das Thema Nachhaltigkeit und die daraus resultierende Verantwortung für ökologische Vielfalt und Artenerhalt vor Augen zu führen, sollen am Rande des Weges bzw. im Gelände, das der Weg durchläuft mehrere Pflanzungen angelegt werden: zum einen werden alte, regionale Sorten von Obstbäumen gepflanzt, die aufgrund der Verdrängung durch ertragsstärkere Zuchtarten immer mehr aus der Kulturlandschaft verschwinden, wobei gerade deren Blütentracht für Insekten so wichtig ist. Desweiteren werden auf einem Streifen entlang des Weges lokale Sträucher, Stauden und Hecken gesetzt, in denen Kleintier und Kleinstorganismen Nahrung und Unterschlupf finden. Als drittes wird eine Blühfläche angelegt, die nicht nur für den Beschauer, sondern in erster Linie für Bienen, Hummeln, Wespen und unzählige weitere Insekten ein (Augen-)Schmaus sein wird.

Um auch dem unbedarften Spaziergänger die Hintergründe vor Augen zu führen werden alle Beete, Bäume und Gewächse mit erläuternden Tafeln und Schildern mit dem Namen, der ökologischen Bedeutung und der Mundart-Bezeichnung der Pflanze versehen.

Final sollen dann inmitten dessen noch eine Sitzgelegenheit, ein Insektenhotel und nach Möglichkeit zumindest zeitweise ein Bienenstand entstehen.

Pfarrbüro Siersburg

Dechant-Held-Straße 1, 66780 Siersburg

Pressekontakt

Johannes Hein
heincaj-siersburgcom


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