Die 72-Stunden-Aktion 2019

Vom 23. bis 26. Mai 2019

In 72 Stunden die Welt besser machen

Bei der 72-Stunden-Aktion engagieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 72 Stunden lang eigenverantwortlich und selbstorganisiert in einem sozialen Projekt. Der Grundgedanke der Solidarität im Einsatz für Andere und mit Anderen steht in diesen drei Tagen im Fokus.

„In 72 Stunden die Welt ein Stückchen besser machen“ – das ist Motto und Ausgangspunkt aller Aktivitäten rund um die Aktion. Die Projekte greifen politische und gesellschaftliche Themen auf, sind lebensweltorientiert und geben dem Glauben „Hand und Fuß“. Die Teilnehmenden setzen sich konkret vor Ort in ihrem Sozialraum ein. Einen Raum, dessen Bedingungen und Probleme sie kennen. Sie werden eben dort für und mit anderen tätig, wo sie auch sonst im Alltag unterwegs sind.

Die 72-Stunden-Aktion wird vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gemeinsam mit seinen Diözesan- und Jugendverbänden durchgeführt. Kooperationen etwa mit Akteuren aus der Jugendsozialarbeit oder mit interkulturellen und interreligiösen Partnern und die Beteiligung von muttersprachlichen Gemeinden werden ausdrücklich angestrebt. Sie werden als Zielgruppen explizit angesprochen. Eine Beteiligung an der Aktion steht darüber hinaus auch anderen jungen Menschen und ihren Vergemeinschaftungsformen offen – übrigens auch aus anderen Ländern.

Die Gruppen haben Raum zur individuellen Ausgestaltung der Aktion. Der berücksichtigt regionale Unterschiede etwa zwischen Stadt und Land oder verschieden stark ausgeprägte Strukturen der Jugend(verbands)arbeit vor Ort. Gleichzeitig ermöglichen die Freiheiten in Organisation und Durchführung möglichst vielen Gruppen eine Beteiligung. Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte, mit unterschiedlichen Bildungs- und Familienhintergründen, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung können partizipieren. Im Sinne einer Antidiskriminierungsarbeit ist die Einbindung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichen Talenten ein Ziel der beteiligten Jugendverbandsgruppen. Es ist eine bereichernde Erfahrung zu sehen, was gemeinsam innerhalb weniger Tage erreicht werden kann.

Die Aktionen können als „Do-it-Projekt“ selbstgewählt sein oder als „Get-it-Projekt“ durchgeführt werden.  Bei dieser Variante erhalten die Gruppen eine Aufgabe vom jeweiligen Koordinierungskreis vor Ort, die sie dann eigenverantwortlich umsetzen.

Lokal aktiv, bundesweit wirksam

Christlicher Glaube, Selbstorganisation, Partizipation, Freiwilligkeit, Ehrenamtlichkeit und Demokratie sind die grundlegenden Prinzipien der katholischen Jugendverbandsarbeit. Sie werden für die Teilnehmenden während der Aktion erlebbar und für die Öffentlichkeit sichtbar. Die Gruppen sind vor Ort engagiert und gleichzeitig Teil einer bundesweiten Aktion. Diese Doppelfunktion ist ein charakteristisches Merkmal der Aktion und verbindet an den drei Tagen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ganz Deutschland. Die Aktion wirkt innerkirchlich und gesellschaftlich als Zeichen einer aktiven Jugend, die die Herausforderungen und Probleme in ihrer Umgebung sieht und aktiv wird. Die Teilnehmenden setzen außerdem viele Zeichen des gelebten Glaubens im Einsatz für eine solidarische Welt. Die vielen Teilnehmenden zeigen, dass die Jugendverbände sozial engagiert sind und bundesweit leistungsfähig.

Nachhaltigkeit: Drei Tage sind der Anfang

Die 72-Stunden-Aktion nutzt die bestehenden Strukturen der katholischen Jugend(verbands)arbeit. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für junge Menschen, sich bei der Planung und Durchführung zu beteiligen. Als Teilnehmende vor Ort, als Mitglied im regionalen Koordinierungskreis, als Mitglied im diözesanen Koordinierungskreis oder in einem der Kreise der Bundesebene. Dabei kann konkret an der Ausgestaltung mitgewirkt werden, Erfahrungen in der Konzeption, Organisation und Leitung gesammelt werden.

Die vergangene 72-Stunden-Aktion 2013, bei der deutschlandweit über 100.000 Kinder und Jugendliche in 4.000 Projekten aktiv waren, wirkt heute noch nach. Etwa weil die Umgestaltung des Spielplatzes noch sichtbar ist oder der Kontakt zum Altenheim bestehen blieb. Die Aktion wirkt außerdem bei den Beteiligten nach, weil damit vielfach der Grundstein für längerfristiges Engagement gelegt wurde und die Identifikation mit einem der katholischen Jugendverbände gestärkt wurde. Für die Aktion 2019 sollen diese Effekte noch verstärkt werden und ein Qualitätssystem entwickelt werden, dass diese Erfolge messbar machen.


Zum Seitenanfang