Kleine Geschichte der 72-Stunden-Aktion

Die Entwicklung der Sozialaktion des BDKJ

Ob die Idee im Bistum Münster oder im Bistum Paderborn geboren wurde, ist noch nicht erforscht. Sicher ist, dass der BDKJ Paderborn im November 1996 beschloss, im Jahr 1998 eine Sozialaktion unter dem Leitwort „50 Stunden ohne Kompromisse“ durchzuführen. Es sollte dabei nicht nur über die soziale Lage geredet werden, sondern es sollten auch Taten folgen, so der damalige Diözesanjugendseelsorger Georg Austen (heute Generalsekretär des Bonifatiuswerkes). Die Gruppen sollten erst am Tag der Aktion ihr Projekt erfahren, das von einer Institutionen gemeldet worden war, der die personellen und finanziellen Mittel zur Realisierung fehlten. 1998 realisierten Jugendliche die Projekte schließlich statt in 50 Stunden in 72 Stunden. Damit war der Name gefunden „72-Stunden-Aktion“. An der Grundidee „Handeln aus dem Glauben“ hat sich seither nichts geändert.

2001 führte der BDKJ Freiburg seine erste 72-Stunden-Aktion durch, die er bereits drei Jahre später wiederholte, weil sie „Furore“ gemacht hatte. Begleitet wurden die Aktionen medial vom SWR3. Da der Sender über die Diözese hinaus zu empfangen ist, rief der BDKJ Freiburg auch Jugendverbände in Mainz, Rottenburg-Stuttgart, Speyer und Trier auf, sich zu beteiligen. Der Aufruf hatte Erfolg. Alle Diözesen beteiligten sich an der Aktion, die auch den Saarländischen Rundfunk als Medienpartner gewinnen konnten. Insgesamt nahmen 30.000 Jugendliche an der Aktion teil.

2009 nahmen weitere Bistümer an der 72-Stunden-Aktion teil: Neben Aachen, Dresden-Meißen, Essen, Erfurt und Freiburg waren es auch Fulda, Köln, Limburg, Mainz, Münster, Paderborn, Rottenburg-Stuttgart, Speyer und Trier. An der bis dahin größten Aktion nahmen 100.000 Jugendliche teil.

2013 wurde die 72-Stunden-Aktion erstmals bundesweit durchgeführt. An ihr beteiligten sich 115.000 Kinder und Jugendliche, unterstützt von 60.000 Erwachsenen an 4.000 Orten. Außerdem beteiligten sich auch Partnerschaftsgruppen in anderen Ländern an der Aktion, so in Sambia und Peru. Die Aktion wurde zudem von viel Prominenz aus Kirche und Staat gefördert und begleitet.


Zum Seitenanfang