Mehr als 7000 junge Menschen beteiligen sich in Rheinland-Pfalz an 72-Stunden-Aktion der katholischen Jugendverbände

Landesweite Pressekonferenz fand am 10.5.10 in Mainz statt | Rheinland-pfälzische Bischöfe unterstützen die Aktion

(Mainz/Trier/Speyer/Limburg, 10.5.19) Alleine in Rheinland-Pfalz werden sich rund 7.140 Kinder und Jugendliche in mehr als 280 Ortsgruppen bei der deutschlandweit größten Sozialaktion vom 23. bis 26. Mai 2019 engagieren. Das gab die Vorsitzende der Landesstelle des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) in Rheinland-Pfalz, Lena Schmidt, heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Mainz bekannt. Stellvertretend für alle rheinland-pfälzischen Bischöfe waren der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sowie der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann vor Ort. Beide unterstützen als Schirmherren die Aktion und präsentierten eine der Projektideen. Im Caritas-Altenzentrum Maria Königin in Mainz-Drais werden Jugendliche mit den Bewohnern der Einrichtung in 72 Stunden eine Retro-Sitzecke gestalten. Sascha Zink, BDKJ-Diözesanvorsitzender im Bistum Mainz erklärte dazu: „Die Sitzecke soll ein Kommunikationspunkt im Haus werden aber auch ein kognitiver Ankerpunkt insbesondere für Demenzpatienten.“ Die Sitzecke wird im Stil der 50er Jahre gestaltet werden, um durch vertraute Umgebung aus früheren Zeiten dementen Bewohnern Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Das Projekt zeigt exemplarisch, wofür die 72- Stunden-Aktion steht: Kinder und Jugendliche wollen damit zeigen, wie man die Welt ein bisschen besser machen kann.
Die 72-Stunden-Aktion des BDKJ und seiner Mitgliedsverbände startet in knapp zwei Wochen. Die Aktionsgruppen erhalten am 23. Mai um 17.07 Uhr eine soziale Aufgabe, die es innerhalb von 72 Stunden umzusetzen gilt. Dabei werden die Aktionsgruppen in Rheinland-Pfalz von den Radiosendern SWR3 (Bistümer Mainz, Trier und Speyer) und hr3 (Bistum Limburg), sowie weiteren Partnern unterstützt. „Wir wollen mit der Aktion zeigen, was Alltag in unseren Jugendverbänden ist“, erläutert Lena Schmidt, Vorsitzende der BDKJ-Landesstelle Rheinland-Pfalz die Hintergründe. „Kinder und Jugendliche leben Demokratie, setzen sich für ihre Themen wie Ökologie und Beteiligung ein und gestalten Kirche durch ihr Tun. Dabei haben sie immer die Anderen, die Schwächeren im Blick. Das ist Grundlage unserer Arbeit.“

Der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann sprach allen Beteiligten schon im Vorfeld seinen Dank aus: „Ich möchte dem BDKJ danken, dass er sich dieser Aufgabe nach der letzten 72-Stunden-Aktion 2013 nun wieder stellt. Die Aktion ist ein Zeugnis, auch eine Glaubenszeugnis: Der persönliche Einsatz bedeutet Mut, Solidarität und Gemeinschaftssinn. Die 72-Stunden-Aktion ist die bundesweit größte Sozialaktion: Hier sind junge Menschen, die sich engagieren und das Evangelium leben. Sie zeigen, dass sich das Engagement lohnt.“ Wiesemann verwies auf die Europawahlen, die am Aktionswochenende stattfinden. Der BDKJ zeige, dass demokratische Teilhabe und Solidarität wichtig seien. Die gesellschaftliche und politische Dimension der katholischen Jugendverbandsarbeit werde komprimiert in der 72-Stunden-Aktion deutlich gemacht.

Auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf lobte das Engagement: „Dass junge Menschen sich an dieser Aktion beteiligen und noch dazu in so großer Zahl – das ist ein gutes Zeichen für unsere Kirche und für unsere Gesellschaft: Denn mit ihren Aktivitäten zeigen die jungen Menschen: Gemeinsam lässt sich etwas bewegen. Durch Kreativität und das Know-how aller Beteiligten können Dinge gelingen, die sonst nicht möglich wären. Und mit ihren Projekten unterstützen sie andere, oft benachteiligte Menschen, oder sie lenken die Aufmerksamkeit auf Themen, die wir vernachlässigen. Die jungen Menschen setzten damit ein Zeichen, dass Gemeinschaftssinn und Solidarität heute nicht aus der Mode gekommen sind. Sie beweisen, dass sie bereit sind, sich einzubringen und unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten – allen Tendenzen der Individualisierung zum Trotz“, sagte Kohlgraf.  

Uwe Michler, BDKJ-Diözesanpräses im BDKJ Limburg, stellte exemplarisch Ortsgruppen aus den rheinland-pfälzischen Diözesen vor und erläuterte die Aktionshomepage www.72stunden.de, auf der deutschlandweit alle Projekte verzeichnet sind. Susanne Kiefer, BDKJ-Diözesanvorsitzende Trier, moderierte das Pressegespräch.

Hinweis an Pressevertreter*innen:
Bilder von der Pressekonferenz in Mainz, sowie der vergangenen 72-Stunden-Aktion 2013 stellen wir Ihnen gebündelt hier zur Verfügung:
>> Bistum Limburg : http://bdkj-rlp.de/72-stunden-aktion-2019/pressebereich-bdkj-limburg/
>> Bistum Mainz : http://bdkj-rlp.de/72-stunden-aktion-2019/pressebereich-bdkj-mainz/
>> Bistum Speyer : http://bdkj-rlp.de/72-stunden-aktion-2019/pressebereich-bdkj-speyer/
>> Bistum Trier : http://bdkj-rlp.de/72-stunden-aktion-2019/pressebereich-bdkj-trier/
Die meisten Projekte sind „Get-it-Projekte“, d.h. die Aktionsgruppen kennen ihre Aufgabe noch nicht und erhalten sie erst am 23.5.19 um 17.07 Uhr. Sollten Sie bereits im Vorfeld Informationen zu einer bestimmten Ortsgruppe benötigen, fragen Sie uns gerne an. Alle Projektgruppen finden Sie auf der digitalen Aktionskarte: www.72stunden.de. Bei „Do-it-Projekten“, deren Aufgabenstellung der Gruppe schon bekannt ist, ist eine Kurzbeschreibung des Projektes direkt auf der Aktionskarte hinterlegt.


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